Nijkerk: Von Müllabfuhr von Haus zu Haus zum Bringsystem

8 Unterflurpresscontainer

Die Gemeinde Nijkerk sammelt Restabfall und Bioabfall im Wochenrhythmus von Haus zu Haus. Für Kunststoffabfall und Getränkekartons wird ausschließlich mit Bringstellen gearbeitet. Dazu stehen insgesamt acht Presscontainer zur Verfügung: fünf für Kunststoffabfälle und drei für Getränkekartons.

Nijkerk hat zirka 39.000 Einwohner. Davon wohnen etwa 2.300 in mäßig urbanem Gebiet. Die Unterflurpresscontainer stehen auf verschiedenen Recyclinghöfen, verteilt über die Stadt. In den Presscontainern kann auch die kombinierte Fraktion LVP gesammelt werden, aber wegen Vertragsabsprachen mit verschiedenen Recyclingunternehmen findet dies jetzt noch nicht statt. Es spricht: Rolf Schuurman, Mitarbeiter Projektbüro der Abteilung Infrastruktur & Viertelverwaltung.

Wie ist die Abfallsammlung in Ihrer Gemeinde geregelt?

„Wir sind eine Gemeinde mit verursacherbezogenem Abfallgebührensystem (Pay-as-you-throw). Bürger haben also selbst Einfluss auf die Höhe der Abfallgebühren: Derjenige, der mehr Hausmüll erzeugt, bezahlt mehr als derjenige, der weniger produziert. Das funktioniert ausgezeichnet: Wir sehen auch in der Praxis, dass Bürger, die Ihren Abfall gut trennen, weniger Gebühren zahlen als Bürger, die dies nicht tun. Der finanzielle Anreiz motiviert Menschen tatsächlich dazu, ihre Abfälle gut zu trennen.“

„Auf der Grundlage einer Jahresberechnung sparen wir etwa € 20.000 an Transportkosten ein.“

 

Weshalb haben Sie mit zentraler Sammlung angefangen?

„Als wir noch mit Entsorgungsunternehmen gearbeitet haben, haben wir bemerkt, dass immer mehr Menschen ihren Abfall selber weggebracht haben. Das erforderte also ein anderes Herangehen. Aus diesem Grund haben wir vor einiger Zeit beschlossen, die Wertstofffraktionen nicht mehr von Haus zu Haus zu sammeln, sondern ausschließlich die Container an den zentralen Abfallsammelstellen zu entleeren. Unsere Einwohner bringen ihren Abfall jetzt also selbst dort hin. Dadurch sparen wir pro Jahr etwa € 20.000 an Transportkosten ein.“

Hat das von Anfang an reibungslos funktioniert?

„Nicht von Anfang an: Es gab einige Anfangsprobleme. Durch den neuen Ansatz nahm der Druck an den verschiedenen Recyclinghöfen direkt zu. An sich natürlich logisch, aber die Container an den Recyclinghöfen waren am laufenden Band voll: Viel schneller voll als wir berechnet hatten. Auf der Suche nach einer Lösung stießen wir auf Sidcon.“

Rolf Schuurman,
Mitarbeiter Projektbüro der Abteilung Infrastruktur & Viertelverwaltung

„Wir können jetzt viel mehr Abfall entsorgen und brauchen seltener zu entleeren“

Was war die Lösung?

„2012 haben wir unseren ersten Unterflurpresscontainer platziert. Darin kann viel mehr Abfall entsorgt werden und wir brauchen sie seltener zu entleeren. Ein Online-System ermöglicht es uns außerdem, den Füllgrad eines jeden Presscontainers präzise zu verfolgen. Anhand dieses Systems wissen wir jetzt genau, wann ein Container voll ist und wann er entleert werden muss. Unsere Sammelfahrzeuge fahren also nie mehr umsonst. Zugleich verhindern wir, dass die Leute ihre Abfälle neben einen vollen Container stellen müssen.“

Damit funktioniert das System gut?

„Garantiert. Wir haben deshalb auch schon schnell beschlossen, noch sieben weitere Unterflurpresscontainer anzukaufen. Ungeachtet der Tatsache, dass das System perfekt funktioniert, sind wir mit der Zusammenarbeit mit Sidcon sehr zufrieden. Es gibt kaum Störungen, aber wenn ein Problem auftritt, können wir uns sofort an sie wenden. Das Serviceniveau ist besonders hoch und die Kommunikationswege sind kurz. Teils auch dadurch war die Umstellung auf das neue Sammelsystem letztendlich erfolgreich.“

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